Process Mining und Process Intelligence haben sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Was früher vor allem als Analysewerkzeug für einzelne ERP-Prozesse eingesetzt wurde, ist heute ein zentraler Bestandteil datengetriebener Unternehmenssteuerung. Prozesse verlaufen längst nicht mehr linear in einem System, sondern über mehrere Anwendungen, Datenplattformen und Organisationseinheiten hinweg.
Für 2026 lässt sich klar festhalten: Unternehmen benötigen Process Mining nicht mehr nur zur Transparenz, sondern als Grundlage für fundierte Entscheidungen, Automatisierung und kontinuierliche Prozessverbesserung. Gleichzeitig ist der Markt unübersichtlich geworden. Zahlreiche Anbieter versprechen ähnliche Ergebnisse, unterscheiden sich aber deutlich in Architektur, Funktionsumfang, Kostenstruktur und Nutzererlebnis.
Dieser Artikel gibt einen strukturierten Überblick über die wichtigsten Process-Mining-Tools 2026 und zeigt, worauf Unternehmen bei der Auswahl wirklich achten sollten.
Kurzfassung für Leser mit wenig Zeit
Process Mining ist 2026 ein zentraler Bestandteil von modernen, digitalisierten Unternehmen. Der Markt bietet zahlreiche Tools, die sich jedoch stark in Architektur, Funktionsumfang und Kosten unterscheiden. Während Celonis, SAP Signavio und UiPath als etablierte Marktführer gelten, positioniert sich mpmX als datenplattform-zentrierte Alternative mit Fokus auf OCPM, Skalierbarkeit und geringeren Betriebskosten. Entscheidend für die Toolauswahl sind fünf Kriterien: Unternehmensgröße, Funktionsumfang, technische Integration, Budget und User Experience.
Worauf Unternehmen bei der Auswahl eines Process-Mining-Tools achten sollten
Die Wahl eines geeigneten Tools sollte nicht von Marktpräsenz oder Einzel-Features abhängen, sondern von klaren Kriterien. Fünf Aspekte haben sich in der Praxis als besonders entscheidend erwiesen.
Unternehmensgröße und organisatorische Reife
Nicht jedes Tool ist für jede Unternehmensgröße geeignet. Während einige Plattformen klar auf große Konzerne mit globalen Transformationsprogrammen ausgerichtet sind, eignen sich andere besser für den Mittelstand oder spezialisierte Fachbereiche.
Funktionsumfang
Zentrale Funktionen sind unter anderem:
- Process Discovery und Conformance Checking
- Root-Cause-Analysen und KPI-Auswertungen
- Simulation und What-if-Analysen
- Task Mining
- Objekt-zentriertes Process Mining (OCPM)
- Automatisierungs- und Execution-Möglichkeiten
Wichtig ist dabei nicht die Anzahl der Features, sondern deren Relevanz für die eigenen Use Cases.
Technische Kriterien
Hierzu zählen:
- Integration in bestehende System- und Datenlandschaften
- Verfügbarkeit von Konnektoren und Schnittstellen
- Deployment-Optionen (Cloud, On-Prem, Hybrid)
- Performance bei großen Datenmengen
- Datensicherheit, Governance und Compliance
Gerade die Einbindung moderner Datenplattformen gewinnt stark an Bedeutung.
Budget und Lizenzmodell
Die Preisspannen im Markt sind erheblich. Neben den reinen Lizenzkosten sollten Unternehmen auch Implementierungsaufwand, Betriebskosten und langfristigen Total Cost of Ownership berücksichtigen.
User Experience und Akzeptanz
Ein leistungsfähiges Tool entfaltet nur dann Wirkung, wenn es auch genutzt wird. Intuitive Oberflächen, kurze Lernkurven und gute Service- und Supportstrukturen sind daher entscheidend für den nachhaltigen Erfolg.
Die wichtigsten Process-Mining-Anbieter im Überblick
Im Folgenden sind die relevanten Anbieter aus dem Gartner Magic Quadrant™ for Process Mining Platforms eingeordnet.
Klicken Sie auf einen der Hersteller, um schneller zum gewünschten Absatz zu gelangen:
Celonis
Celonis gilt als Marktführer im Process Mining und bietet eine sehr umfassende Process-Intelligence-Plattform mit starkem Fokus auf Execution.
Unternehmensgröße: Große Unternehmen und Konzerne
Funktionsumfang:
- Sehr umfangreiches Funktionsspektrum
- Process Discovery, Conformance Checking, Root-Cause-Analyse und Simulation
- Task Mining über Zusatzmodule
- OCPM nur eingeschränkt und proprietär
- Starke Automatisierungs- und Execution-Funktionen
Technische Kriterien:
- Eigene Plattform mit separater Datenhaltung
- Sehr viele Standardkonnektoren
- Hohe Performance
- Integration mit Datenplattformen möglich, aber nicht nativ
Budget: Groß, hoher Total Cost of Ownership
User Experience:
- Leistungsfähig, aber komplex
- Hohe Lernkurve
- Stark Analysten-getrieben
Wann sich Celonis eignet:
Wann sich Celonis nicht eignet:
- Für Organisationen mit schlanker IT- und Datenarchitektur
- Wenn Process Mining direkt auf bestehenden Datenplattformen stattfinden soll
UiPath
UiPath positioniert Process Mining klar als Enabler für Automatisierung und RPA innerhalb der eigenen Plattform.
Unternehmensgröße: Mittelgroße bis große Unternehmen
- Process Discovery, Conformance Checking und Root-Cause-Analyse
- Sehr starkes Task Mining
- Sehr starke Automatisierung und RPA-Integration
- Keine Simulation
- Kein OCPM
Technische Kriterien:
- Cloud-first-Architektur
- Optimiert für Automatisierungspipelines
- Weniger geeignet für strategisches End-to-End-Process-Mining
Budget: Mittel bis groß
User Experience:
- Moderne Benutzeroberflächen
- Sehr gut für Automation- und Operations-Teams
Wann sich UiPath eignet:
- Wenn Process Mining primär zur Identifikation von Automatisierungspotenzialen genutzt wird
- Für bestehende UiPath-RPA-Kunden
Wann sich UiPath nicht eignet:
- Für strategische, objektübergreifende Prozessanalysen
- Wenn Automatisierung nicht im Fokus steht
SAP Signavio
SAP Signavio kombiniert Process Mining mit Prozessmanagement und Transformation und ist besonders in SAP-zentrierten Organisationen verbreitet.
Unternehmensgröße: Große Unternehmen mit starkem SAP-Fokus
Funktionsumfang:
- Process Discovery und Benchmarking
- Conformance Checking primär für SAP-Prozesse
- Kein Task Mining
- Kein OCPM
- Automatisierung indirekt über SAP Build
Technische Kriterien:
- Sehr tiefe SAP-Integration
- Begrenzte Eignung außerhalb von SAP-Landschaften
- Hohe Sicherheits- und Compliance-Standards
Budget: Groß
User Experience:
- Sehr gut für Management und Transformationsprogramme
- Begrenzte analytische Tiefe
Wann sich SAP Signavio eignet:
- Für SAP-Transformationen und S/4HANA-Programme
- Wenn strategische Prozesssicht wichtiger ist als operative Detailanalyse
Wann sich SAP Signavio nicht eignet:
- Für heterogene IT-Landschaften
- Für OCPM oder Process Intelligence direkt auf Datenplattformen
mpmX
mpmX verfolgt einen offenen Plattform-Ansatz und setzt auf objekt-zentrierte Process Intelligence (OCPM). mpmX fügt sich nativ in bestehende Infrastrukturen (z. B. vorhandene Datenplattformen) ein, wodurch Daten noch performanter und kostenschonend verarbeitet werden können.
Unternehmensgröße: Mittlere bis große Unternehmen
Funktionsumfang:
- Process Discovery und Conformance Checking
- KI-gestützte Root-Cause-Analyse und KPI-Analysen
- Object-Centric Process Mining (OCPM) als Kernfunktion
- Kein Task Mining
- Automatisierungsmöglichkeiten und Integration in bestehende Tools
Technische Kriterien:
- Nativer Plattform-Ansatz (Integration in Snowflake, Databricks, Qlik, Power BI usw.)
- mpmX Standalone auch ohne vorhandene Plattform nutzbar
- Freiheit beim Deployment (Cloud, Hybrid oder On-Premises)
- Keine Datenkopien oder proprietären Datensilos
- Native Nutzung bestehender Datenmodelle
- Sehr hohe Performance bei großen Datenmengen
- Enterprise-Security über vorhandene Datenplattform
Budget:
- Mittel
- Faire Lizenzmodelle für uneingeschränke Skalierbarkeit (Neue Uses Cases kosten nicht mehr)
- Geringerer Total Cost of Ownership als klassische Enterprise-Tools
User Experience:
- Self-Service Analytics, Erkenntnisse für alle zugänglich
- Sehr gut für Fachbereiche und Data-Teams gleichermaßen
Wann sich mpmX eignet:
- Für Unternehmen mit moderner Datenplattform und komplexen End-to-End-Prozessen
- Wenn OCPM, Skalierbarkeit und Kostenkontrolle entscheidend sind
Wann sich mpmX nicht eignet:
- Wenn ein integriertes RPA- oder Workflow-Ökosystem erwartet wird (über Partnernetzwerk dennoch möglich)
- Für reine Task-Mining-Anwendungsfälle
ABBYY Timeline
ABBYY ist besonders für seine starke Kombination aus Process Mining und Task Mining bekannt und wird häufig zur Optimierung operativer Backoffice- und Shared-Service-Prozesse eingesetzt.
Unternehmensgröße: Mittelgroße bis große Unternehmen, besonders Shared Services, Backoffice, Operations
Funktionsumfang:
- Process Discovery und Conformance Checking
- Root-Cause-Analyse und KPI-Analysen
- Sehr starkes Task Mining
- Simulation eingeschränkt
- Kein OCPM
- Sehr gute Automatisierungsanbindung (RPA, IDP)
Technische Kriterien:
- Cloud- und On-Prem-Deployment
- Gute Standardkonnektoren
- Starker Fokus auf Desktop- und User-Interaktionsdaten
- Enterprise-Sicherheits- und Governance-Funktionen
Budget: Mittel, modulares Lizenzmodell
User Experience:
- Sehr intuitive Benutzeroberflächen
- Hohe Akzeptanz bei Fachbereichen
- Use-Case-orientierte Darstellung
Wann sich ABBYY eignet:
- Wenn operative Prozesse mit hohem manuellen Anteil analysiert und automatisiert werden sollen
- Wenn Task Mining ein zentraler Bestandteil der Analyse ist
Wann sich ABBYY nicht eignet:
- Für strategisches End-to-End-Process-Mining über mehrere Systeme hinweg
- Wenn objekt-zentrierte Prozessanalysen im Fokus stehen
Appian
Appian verbindet Process Mining mit Low-Code, Workflow und Case Management und positioniert Process Mining als Teil einer umfassenden Automatisierungsplattform.
Unternehmensgröße: Mittelgroße bis große Unternehmen mit Fokus auf Low-Code und Case Management
Funktionsumfang:
- Process Discovery und KPI-Analyse
- Conformance Checking eingeschränkt
- Keine Simulation
- Kein Task Mining
- Kein OCPM
- Sehr starke Automatisierungs- und Workflow-Funktionen
Technische Kriterien:
- Stark in die Appian-Plattform integriert
- Begrenzte Offenheit gegenüber externen Datenplattformen
- Cloud-first-Architektur
Budget: Mittel bis groß, plattformbasiertes Lizenzmodell
User Experience:
- Sehr gut für Business-User
- Begrenzte Tiefe für Prozessanalysten
Wann sich Appian eignet:
- Wenn Process Mining eng mit Workflow-Design und Case Management verzahnt werden soll
- Für Organisationen mit klarer Low-Code-Strategie
Wann sich Appian nicht eignet:
- Für tiefgehende, datengetriebene Prozessanalysen
- Wenn Process Mining unabhängig von einer Plattform genutzt werden soll
Apromore
Apromore ist ein analytisch geprägter Anbieter mit besonderer Stärke im objekt-zentrierten Process Mining und wird häufig in komplexen, nicht-linearen Prozesslandschaften eingesetzt.
Unternehmensgröße: Kleine bis große Unternehmen
Funktionsumfang:
- Process Discovery, Conformance Checking und Root-Cause-Analyse
- Simulation auf Prozessebene
- Sehr starkes OCPM
- Task Mining eingeschränkt
- Automatisierung nicht im Fokus
Technische Kriterien:
- Cloud- und On-Prem-Deployment
- Sehr flexible Datenmodellierung
- Geeignet für komplexe, objektzentrierte Prozesse
Budget: Klein bis mittel
User Experience:
- Analytisch geprägt
- Sehr gut für Experten und Data Scientists
- Weniger auf Business-Storytelling ausgelegt
Wann sich Apromore eignet:
- Für komplexe End-to-End-Prozesse mit mehreren Objektarten
- Wenn analytische Tiefe wichtiger ist als einfache Bedienbarkeit
Wann sich Apromore nicht eignet:
- Für Fachbereiche ohne Process-Mining-Erfahrung
- Wenn ein stark geführtes, managementorientiertes UI erwartet wird
ARIS (Software AG)
ARIS stammt aus dem klassischen BPM-Umfeld und kombiniert Prozessmodellierung, Governance und Process Mining in einer integrierten Suite.
Unternehmensgröße: Große Unternehmen
Funktionsumfang:
- Process Discovery und KPI-Analyse
- Conformance Checking gut
- Modellgetriebene Simulation
- Kein Task Mining
- Kein OCPM
- Automatisierung indirekt über BPM
Technische Kriterien:
- Starkes BPM- und Governance-Framework
- Klassische Enterprise-Architektur
- Begrenzter Fokus auf moderne Datenplattformen
Budget: Groß
User Experience:
- Sehr gut für Prozessmanager und Governance-Teams
- Geringere Flexibilität für explorative Analysen
Wann sich ARIS eignet:
- Für Governance-, Risiko- und Compliance-getriebene Organisationen
- Wenn Prozessmodellierung und Standards im Vordergrund stehen
Wann sich ARIS nicht eignet:
- Für datengetriebene Prozessanalysen in Echtzeit
- Für operative Prozessoptimierung mit hohem Analysebedarf
iGrafx
iGrafx verbindet Process Mining mit klassischem BPM, Risikomanagement und Governance und wird häufig in regulierten Branchen eingesetzt.
Unternehmensgröße: Mittelgroße bis große Unternehmen, häufig regulierte Branchen
Funktionsumfang:
- Process Discovery und KPI-Analyse
- Starke BPM- und modellgetriebene Simulation
- Conformance Checking eingeschränkt
- Kein Task Mining
- Kein OCPM
Technische Kriterien:
- Governance- und modellzentrierter Ansatz
- Weniger stark eventlog- und datengetrieben
- Integration in bestehende BPM-Landschaften
Budget: Mittel bis groß
User Experience:
- Gut für Governance-, Risiko- und Compliance-Teams
- Weniger intuitiv für operative Prozessanalysen
Wann sich iGrafx eignet:
- Wenn Prozessgovernance, Risiko- und Compliance-Themen im Vordergrund stehen
- Für Organisationen mit starkem BPM-Fokus
Wann sich iGrafx nicht eignet:
- Für explorative, datengetriebene End-to-End-Analysen
- Wenn objekt-zentriertes Process Mining benötigt wird
Pegasystems
Pegasystems integriert Process Mining eng in seine Case-Management- und Automatisierungsplattform und adressiert vor allem fallbasierte Prozesse.
Unternehmensgröße: Große Unternehmen
Funktionsumfang:
- Process Discovery und KPI-Analyse
- Integriertes Task Mining
- Sehr starke Automatisierung über Case Management
- Keine Simulation
- Kein OCPM
Technische Kriterien:
- Tiefe Integration in das Pega-Ökosystem
- Begrenzte Offenheit für externe Datenplattformen
Budget: Groß
User Experience:
- Sehr gut für Case-basierte Prozesse
- Hohe Plattformkomplexität
Wann sich Pegasystems eignet:
- Für Unternehmen mit starkem Fokus auf Case Management
- Wenn Process Mining direkt in operative Workflows eingebettet werden soll
Wann sich Pegasystems nicht eignet:
- Für strategisches, systemübergreifendes Process Mining
- Wenn eine offene, datenplattform-nahe Architektur gefordert ist
Proxverse
Proxverse ist ein vergleichsweise junger Anbieter mit Fokus auf leichtgewichtige Process-Mining-Analysen und Forschungsnähe.
Unternehmensgröße: Kleine bis mittlere Unternehmen, innovations- und forschungsnahe Umgebungen
Funktionsumfang:
- Process Discovery und Basisanalysen
- Conformance Checking eingeschränkt
- OCPM teilweise experimentell
- Keine Automatisierung
Technische Kriterien:
- Leichtgewichtige Architektur
- Begrenzte Enterprise-Funktionalität
Budget: Klein
User Experience:
-
Einfach
- Funktional begrenzt
Wann sich Proxverse eignet:
- Für erste Process-Mining-Initiativen
- Für experimentelle oder akademisch geprägte Anwendungsfälle
Wann sich Proxverse nicht eignet:
- Für skalierte Enterprise-Szenarien
- Wenn umfangreiche Integrationen oder Governance-Anforderungen bestehen
QPR Software
QPR ist ein etablierter Anbieter mit klassischem Process-Mining-Ansatz und Fokus auf Stabilität und bewährte Methoden.
Unternehmensgröße: Mittelgroße bis große Unternehmen
Funktionsumfang:
- Process Discovery, Conformance Checking und KPI-Analysen
- Keine Simulation
- Kein Task Mining
- Kein OCPM
Technische Kriterien:
- Klassische Process-Mining-Architektur
- Solide Standardkonnektoren
Budget: Mittel
User Experience:
- Zweckmäßig
- Weniger modern als Marktführer
Wann sich QPR eignet:
- Für klassische Process-Mining-Anwendungsfälle
- Wenn Stabilität und bewährte Methoden im Vordergrund stehen
Wann sich QPR nicht eignet:
- Für moderne, objekt-zentrierte Prozessanalysen
- Wenn hohe Anforderungen an UX und Self-Service bestehen
ServiceNow
ServiceNow adressiert Process Mining primär im Kontext von IT-, Service- und Supportprozessen innerhalb der Now Platform.
Unternehmensgröße: Große Unternehmen mit Fokus auf IT- und Serviceprozesse
Funktionsumfang:
- Process Discovery und KPI-Analyse
- Starker Fokus auf ITSM- und Serviceprozesse
- Keine Simulation
- Kein OCPM
- Sehr starke Automatisierung innerhalb der Now Platform
Technische Kriterien:
- Sehr starke Integration in das ServiceNow-Ökosystem
- Begrenzte Offenheit für externe Datenplattformen
Budget: Groß
User Experience:
- Sehr gut für bestehende ServiceNow-Nutzer
- Begrenzte Flexibilität außerhalb des Plattformkontexts
Wann sich ServiceNow eignet:
- Für Unternehmen mit starkem ServiceNow-Footprint
- Wenn IT- und Serviceprozesse optimiert werden sollen
Wann sich ServiceNow nicht eignet:
- Für unternehmensweites End-to-End-Process-Mining
- Wenn Geschäftsprozesse außerhalb von ITSM im Fokus stehen
Minit (Microsoft)
Minit ist ein klassischer Process-Mining-Anbieter mit Fokus auf schnelle Ergebnisse und gute Benutzerfreundlichkeit.
Unternehmensgröße: Mittelgroße Unternehmen
Funktionsumfang:
- Process Discovery, Conformance Checking und Root-Cause-Analyse
- Simulation eingeschränkt
- Kein Task Mining
- Kein OCPM
Technische Kriterien:
- Klassische Architektur
- Gute Performance und Stabilität
Budget: Mittel
User Experience:
- Sehr gute Usability
- Schneller Time-to-Value
Wann sich Minit eignet:
- Für schnelle Process-Mining-Einstiege
- Wenn Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund steht
Wann sich Minit nicht eignet:
- Für sehr große, komplexe Prozesslandschaften
- Für objekt-zentrierte oder datenplattform-zentrierte Ansätze
LanaLabs
LanaLabs bietet klassisches Process Mining mit Fokus auf Transparenz, Conformance und Analyse operativer Prozesse.
Unternehmensgröße: Mittelgroße bis große Unternehmen
Funktionsumfang:
- Process Discovery, Conformance Checking und Root-Cause-Analyse
- Simulation eingeschränkt
- Kein Task Mining
- Kein OCPM
Technische Kriterien:
- Solide Standardkonnektoren
- Klassischer Event-Log-basierter Ansatz
Budget: Mittel
User Experience:
- Moderne, übersichtliche Oberfläche
- Gute Analysten-Erfahrung
Wann sich LanaLabs eignet:
- Für klassische Process-Mining-Szenarien
- Wenn strukturierte Event-Logs gut verfügbar sind
Wann sich LanaLabs nicht eignet:
- Für hochkomplexe, objektübergreifende Prozesse
- Wenn moderne Datenplattformen zentraler Bestandteil der Architektur sind
Zusammenfassung: Das richtige Tool hängt von den richtigen Fragen ab
Die Marktübersicht zeigt deutlich, dass es kein universell bestes Process-Mining-Tool gibt. Unternehmen sollten ihre Auswahl konsequent an den fünf zentralen Kriterien ausrichten und dabei insbesondere Architektur, Skalierbarkeit und langfristige Wirtschaftlichkeit berücksichtigen.
Gerade in datengetriebenen Organisationen gewinnt die Frage an Bedeutung, ob Process Mining als zusätzliche Plattform betrieben wird oder als integraler Bestandteil der bestehenden Datenlandschaft.
| Tool |
Zielunternehmen |
Stärken |
Einschränkungen |
| Celonis |
Große Konzerne |
Execution, Automatisierung |
Hoher TCO, Datensilo |
| SAP Signavio |
SAP-Kunden |
Transformation, Benchmarking |
SAP-zentriert |
| UiPath |
RPA-getriebene Organisationen |
Task Mining, Automation |
Wenig strategisches Mining |
| mpmX |
Mittlere bis große Unternehmen |
OCPM, Native Plattformintegration oder Standalone |
Kein Task Mining |
Warum mpmX eine überzeugende Alternative zu den Marktführern ist
Viele etablierte Marktführer bieten sehr leistungsfähige Plattformen, gehen jedoch mit hohen Kosten, komplexen Lizenzmodellen und zusätzlichen Datensilos einher. mpmX setzt bewusst auf einen anderen Ansatz: Process Intelligence direkt auf der vorhandenen Datenplattform, objekt-zentriert, skalierbar und ohne Lock-in.
Für Unternehmen, die Process Mining langfristig, wirtschaftlich und datengetrieben etablieren wollen, stellt mpmX damit eine strategisch relevante Alternative zu den klassischen Enterprise-Lösungen dar.